Pentuschek und die Schiris

Ein Sommernachmittag im Jahre 1971. Reinhold Jelinek, Urgestein des SCB, genannt Pentuschek (oben in der Mitte auf dem Foto), kam als Einwechselspieler beim Auswärtsspiel in Dahl auf den Platz. Der vom überaus hitzigen Spiel bereits genervte Schiedsrichter hatte zuvor bereits mehrfach die Ansage gemacht: „Wer als nächstes foulspielt, fliegt!“ Es kam wie es kommen musste, nach nicht einmal drei Minuten kam Reinhold in einem Zweikampf zu spät. In einem normalen Spiel gibt es Freistoß und weiter geht’s - dieses Mal aber nicht - glatt Rot! und Reinhold konnte sich die Dusche sparen...



Reinhold wäre aber nicht Pentuschek, wenn das seine einziger roter Karton bleiben sollte. So beklagte er sich einst wegen einer Abseitsposition beim Unparteiischen. Dieser zückte die Gelbe Karte und fragte ihn daraufhin nach seinem Namen. „PENTUSCHEK natürlich!“ Wurde so notiert. In der zweiten Hälfte kam Mitspieler Franz Schreckenberg auf Reinhold zu und machte ihn darauf aufmerksam, dass er doch dem Schiri noch seinen richtigen Namen mitteilen müsse. Bitter, dass der Schiri direkt dahinter stand und sich natürlich veräppelt vorkam. Seine Reaktion: Rot und keine weitere Diskussion!

Zwei weitere unterhaltsame Anekdoten, die sich von überengagierten Schiedsrichtern handeln, stammen aus den späten 90er Jahren. In einem B-Jugendspiel des SCB beim SCV Neuenbeken, hatte, für viele erstmals, eine weibliche Unparteiische das Sagen. Nach einigen harten Aktionen sah SCB-Akteur Manni Schmies die gelbe Karte. Die Schiedsrichterin kommentierte diese mit den Worten: „Noch so ein Ding und sie gehen duschen!“ Der eiskalte Manni daraufhin: „Aber nur wenn sie mitkommen!“ Er bekam seine Rote Karte, duschen musste er allerdings alleine.

Zwei Jahre später, in einem Spiel der A-Jugend auf dem Bohnenkamp, bekam Achim Hecker für ein nicht korrektes Mauerspiel die Gelbe Karte gezeigt. Der Unparteiische fragte ihn daraufhin nach seinem Namen. „HECKER!“ „Wie bitte?“ fragte der Unparteiische. „H-E-C-K-E-R“. Was folgte waren ein glattroter Karton und eine zweiwöchige Sperre für unseren Herrn Hecker.

Diese Anekdoten zeigen, wie schwer es einem die Männer und Frauen in Schwarz (oder Gelb, oder Rot, ...) machen können. Wir beim SCB sind dagegen sehr froh, dass wir eine starke Truppe aus 13 SchiedsrichterInnen zusammen haben, auf die wir immer bauen können. Vielen Dank an dieser Stelle an Helmuth Krause und sein Team!



Hessenberggeschichte(n)

Hessenberggeschichte(n), das sind kleine und größere Erzählungen rund um den SC Borchen. Kurze Anekdoten, phänomenale Spiele, unvergessene Spielzeiten oder Zeitgeschichte aus dem Herzen des Vereins, alles findet hier seinen Platz und lässt so Geschichten zu Geschichte werden. Viel Spaß beim lesen!

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