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"Ahly" auch an der Platte ein Ass

Für viele wäre ein solche Doppelbelastung undenkbar. Julian Ahlemeyer möchte diese aber keinesfalls missen. Er hat jede Menge Spaß daran, zwei Sportarten auf Leistungsniveau zu betreiben. Der 25-jährige Paderborner spielt für die DJK Paderborn Tischtennis in der Verbandsliga und für den SC Borchen Fußball in der Bezirksliga.

Und so ist klar, dass Ahlemeyer einen straffen Terminkalender hat: An zwei Tagen in der Woche widmet er sich der schnellen Rückschlagsportart, an drei anderen Tagen steht das Fußballtraining in Borchen auf dem Programm. Allerdings muss der 25-Jährige die ein oder andere Übungseinheit sausen lassen. "Denn aufgrund meiner neuen beruflichen Situation muss ich öfters auch bis 22 Uhr arbeiten", berichtet Ahlemeyer.

Die fehlenden Tischtenniseinheiten kann er dabei ganz gut auffangen, da er mit seinem Bruder Thorsten, der ebenfalls in der Verbandsliga spielt, auch mal vormittags trainieren kann. Im Fußball ist dies natürlich nicht möglich, so dass sein Trainingsumfang ein wenig leidet. Die Wochenenden sind fast immer mit Spielen belegt. In der Regel sind die Tischtennispartien am Samstag und die Fußballspiele am Sonntag. Stressig wird es bei den wenigen Terminüberschneidungen, wenn Ahlemeyer am Sonntagvormittag an der grünen Platte ran muss. Aber auch dann versucht er, alles unter einen Hut zu bekommen, da er beide Sportarten unheimlich gerne betreibt. Und Ahlemeyer zieht aus der Doppelbeanspruchung immer das Positive.

"Durch die intensiven Einheiten beim Fußballtraining erlange ich eine Grundkondition, die sich auch positiv auf den Tischtennissport auswirkt. Gerade in den entscheidenden Phasen des Spiels ist es sehr wichtig, fit auf den Beinen zu sein, um leichte Fehler weitgehend zu vermeiden. Andererseits helfen mir bestimmte Übungen aus dem Tischtennistraining auf dem Fußballplatz.

Der Saisonstart mit seiner Tischtennismannschaft verlief mit 3:3-Punkten recht ordentlich. Er persönlich hat aber noch Luft nach oben. Erstmals spielt Ahlemeyer in der Verbandsliga im oberen Paarkreuz, wartet dort aber noch auf den ersten Sieg. "Mein Ziel ist es, mich im oberen Paarkreuz zu etablieren und auch positive Ergebnisse zu erzielen." Über der Leistung des Einzelnen steht für Ahlemeyer aber immer die Teamleistung. "Unsere große Stärke ist die Ausgeglichenheit der Mannschaft. Wir wollen als Team weiter zusammenwachsen, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern." Ein besonderes Spiel gab es in dieser Saison bereits: So kassierte Julian Ahlemeyer beim 3:9 gegen TuRa Elsen eine 1:3-Niederlage im Einzel gegen seinen Bruder Thorsten.

"Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und waren letztens zusammen im Urlaub. Wir trainieren auch regelmäßig miteinander und die gemeinsamen Einheiten bringen ihm und mir eine Menge", erklärt Julian und fügt an: "Wir sind beide sehr ehrgeizig. Vor unserem Duell gegeneinander haben wir in den Tagen vorher trainiert. Das war für uns beide kein Problem. Nach dem Spiel fliegen keine Schläger durch die Halle. Im Gegenteil, man gibt sich Tipps, was man beim nächsten Mal besser machen kann." Aufgeregt sei bei den Bruder-Duellen zumeist nur sein Vater. Denn Papa Paul ist ebenfalls ein begeisterter Tischtennisspieler, so dass seinen Söhnen die Sportgene bereits in die Wiege gelegt wurden. Und so hat Julian Ahlemeyer keine Probleme mit der Doppelbelastung. Er gibt weiter Woche für Woche Gas – an der Platte und auf dem Platz.

Quelle von Text und Foto: nw-news.de

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