SC Borchen Fußballabteilung - Maulwurfs ganz persönlicher Hinserienrückblick SC Borchen Fußballabteilung - Maulwurfs ganz persönlicher Hinserienrückblick
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Saisonfazit 2021/2022

„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“
Warum leitet gerade dieses Zitat des deutschen Dramatikers, Friedrich Hebbel, die Saisonabschluss-Grätsche ein? Es hat sich eben einiges in und nach der Winterpause abgespielt, was mein Hinrundenfazit doch grundlegend verändert hat.

Den dramatischsten Paukenschlag gab es wohl bei unserer ersten Herren-mannschaft! Max Franz, den ich eigentlich als korrekten Trainer wahrgenommen hatte, schmeißt satte drei Stunden vorm Trainingsbeginn noch die Brocken hin und hält nicht sein Wort, die Mannschaft bis Sommer zu betreuen. So etwas Unfaires Spielern, Vorstand und eigentlich dem gesamten Verein gegenüber habe ich noch nicht erlebt. Trotzdem weiterhin in regelmäßigen Abständen noch am Hessenberg aufzutauchen und auf gut Freund zu machen ist einfach nur lachhaft.
Mit was für einer Reaktion aber das gesamte Team reagiert hat ist einfach mega. Ganz großes Lob für diese Rückrundenleistung, die bis auf wenige Ausnahmen (z. B. in Ostenland) den Fußball gezeigt hat, den wir in Borchen so lieben – ich erinnere hier gerne an den fulminanten 4:3 Pokalsieg gegen Westenholz und wer kann schon von sich behaupten den Aufsteiger Mastbruch im Auswärtsspiel geschlagen zu haben? Kleiner Wehrmutstropfen war natürlich das Ausscheiden im Kreispokal-halbfinale gegen Hövelhof, aber auch hier ein kurzer Tipp von meiner Seite und Grüße an eine Handvoll Spieler, die dann sonntags auf dem Platz standen: "Vor so einem wichtigen Spiel sollte man sich vielleicht nicht gerade zur Einstimmung auf dem Schützenfest in Wewer rumtreiben!"
Aber scheiß drauf, so ersparten wir uns den Acker in Atteln, die Visage eines von uns nicht ganz so geliebten Trainers und konnten den Feiertag entspannt genießen.
Gratulationen an dieser Stelle auch an unseren Torschützen vom Dienst, Luca Cazacu, der in ganz Westfalen für Aufsehen gesorgt hat und mit über vierzig Saisontreffern den Hessenberg mehrfach zum Beben brachte. Natürlich wollen wir auch unseren Interimscoach Andi Wegener hier nicht vergessen. Junge, wenn wir gewusst hätten, dass Du so einschlägst, mit einem Punkteschnitt von Zwei (15 Ligaspiele: 9 Siege, 3 Niederlagen und am Ende Tabellenplatz 5) hätte man Dich sicherlich mit einem Profitrainervertrag ausgestattet, aber so bleibst Du der ewige Co und erinnerst mich irgendwie ein bisschen an Michael Henke.
Nun freuen wir uns auf die Rückkehr von Thommy Benteler und hoffen in der Erfolgs-spur zu bleiben, sodass wir weiterhin um die oberen Plätze in der Bezirksliga mit- kämpfen können.

Zu unserem Pendant bei den Damen gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Wiedermal eine sehr zufriedenstellende Saison, in der mit etwas Glück vielleicht auch Platz eins drin gewesen wäre. So erspart man sich aber noch entferntere Auswärtsfahrten, was ja auch von Vorteil ist. Was natürlich noch zu vermerken ist, dass alle Derbys gewonnen wurden – die Nummer Eins im Kreis sind wir!!!
Und mit diesem Gefühl kehren wir auch das verlorene Kreispokalfinale locker unter den Tisch.
Auch hier verabschiedet sich der Trainer, dem wir auf diesem Weg alles Gute wünschen - bis dann Levent Yönek.

Unsere Amateure haben den guten Fußball, sehen wir vom 0:7 gegen Schwaney mal ab, auch mit Jahresbeginn beibehalten (10 Spiele: 4 Siege, 6 Niederlagen). Unterm Strich hat es am Ende dann nicht gereicht, weil uns vorne einfach der eiskalte Knipser fehlt. Bis zur Box oft alles einwandfrei, doch dann ballern wir lieber den gegnerischen Torwarten die Handschuhe heiß, als das Netz zappeln zu lassen - das muss in der nächsten Spielzeit definitiv besser werden. Leider verlassen unser Team einige Stammspieler, die sich eigentlich im besten Fußballalter befinden.
Sie werden "Standby-Profis" - wenn ich so einen Mist schon höre: Da werden sich dann nachher die Spiele raus gepickt, wo man glänzen kann und gegen die harten Brocken sitzt man dann zu Hause auf dem Sofa, oder was???
Ich frag mich manchmal, wie die Generationen vor uns Hobby, Beruf und Familie überhaupt unter einen Hut bekommen haben, wenn ich dieses heutige Rumgeheule sehe. Wollen wir hoffen, dass unsere Zwote die Abgänge kompensieren kann und dann eine erfolgreiche Saison in der B-Liga zelebriert.

Von solchen Problemen scheint unsere zweite Damengarde ganz weit entfernt zu sein. Wie man hört kann man sich im Training kaum vor Spielerinnen retten und auch für die neue Saison steht der Kader weiterhin fest zusammen. Lediglich Trainer Volker sagte letztens nach einem haushohen Sieg: "Ich dachte eigentlich wir gewinnen zweistellig!" Was für ein Luxusproblem, oder doch etwas Hochmut?
Das bestimmt nicht, denn nach so vielen Trainerjahren spricht hier einfach die Erfahrung und wenn man weiß, was die eigene Mannschaft leisten kann, dann sind vielleicht auch mal sieben Tore zu wenig. An dieser Stelle gilt es aber nun endgültig Tschöö zu sagen, denn der Comebackcoach Jagiella hängt jetzt wirklich die Jacke an den Nagel; und komm mir nicht wieder mit einer Rückkehr vom Rücktritt etc. Deckel drauf, Haken hinter und von Herzen Danke für alles, lieber Volker; mit einer Träne im Knopfloch.

Ein wahres Meer aus Tränen ist das was unsere Dritte auch im neuen Jahr den wenigen Zuschauern am Hessenberg angeboten hat (15 Spiele: 14 Niederlagen, 1. Sieg – Tabellenletzter). In der Hinserie noch für eisernen Kampf gelobt zerfiel man jetzt so langsam in seine Einzelteile. Man kann es noch nicht mal mehr auf dem Zahnfleisch gehen nennen, da kein Fleisch mehr vorhanden war. Wo sind sie alle hin, die 50 Mannen, die noch vor ein paar Jahren den Aufstieg feierten? Aber kaum ist der Name in den Geschichtsbüchern verewigt zieht man sich mehr und mehr aus der Affäre. Heute ist man froh, wenn um 11:00 Uhr, am Sonntagmorgen, noch elf Mann geradeaus laufen können und noch drei Typen auf der Ersatzbank lungern. Da spielt dann am vorletzten Spieltag, vor lauter Verzweiflung, sogar der Senioren-kassierer Nikita Hecker, der gefühlt in der B-Jugend zuletzt auf dem Platz gestanden hat. Die Luft ist nicht nur raus - der Ballon ist geplatzt und wir machen wohl alle drei Kreuzzeichen, dass jetzt erstmal Sommerpause ist!

In diesem Sinne, lasst Euch nicht unterkriegen, auch wenn diese Worte mal etwas schärfer waren. Weiter kämpfen und alles geben für unseren SCB.
Eine erholsame Sommerpause allen Aktiven und Freunden des runden Leders, rund um den Verein.

Euer Maulwurf

Maulwurfs Blutgrätsche


Es gibt in Borchen nur eine Person, die bereits jedes Ehrenamt ausgeführt hat und dementsprechend zu allem was zu sagen hat: Unser Maulwurf! Zukünftig bekommt er im Einwurf und hier ab und zu die Gelegenheit zu einer Blutgrätsche anzusetzen. Diese muss nicht immer weh tun, Spaß macht sie aber auf jeden Fall. Beschwerden bitte direkt in der Altenaustraße einreichen ;-)
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